Oberst Gustav Däniker Aufstieg und Fall eines Schweizer Berufsoffiziers


Oberst Gustav Däniker Aufstieg und Fall eines Schweizer Berufsoffiziers

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Bewundert - befehdet - beseitigt. So prägnant lässt sich das Leben Oberst Gustav Dänikers (1896 - 1947) zusammenfassen. Er galt in der Zwischenkriegszeit als einer der fähigsten Instruktionsoffiziere. Seine Lehrbegabung war in der Armee wie an den Universitäten anerkannt. Als Ballistiker wurde er im In- und Ausland bewundert. Die militärpolitische Entwicklung, die mit dem Widererstarken Deutschlands in den dreissiger Jahren einsetzte, zog ihn immer mehr in ihren Bann. Aufgrund seiner grenzenlosen Bewunderung für die deutsche Wehrmacht und das deutsche Soldatentum, wurde er in der Folge zusehends von seinem früheren Anhängern bekämpft und angegriffen. Seine Zugehörigkeit zum Kreis der Offiziere, die in Opposition zu General Guisan standen, zogen eine Vielzahl von Affären und Konflikten nach sich. Höhepunkt der Auseinandersetzung um Dänikers Person bildete eine von ihm 1941 verfasste "Denkschrift", in welcher er die Anpassung der Schweiz an das neue Europa forderte. Zunehmend geriet er in Verdacht, landesverräterische Propagandathesen zu verbreiten. Nach Dänikers Entlassung aus dem Bundesdienst aufgrund der Verbreitung der "Denkschrift" in der Öffentlichkeit, begleiteten Auseinandersetzunge und Prozesse seine weitere berufliche Tätigkeit bis zu seinem frühen Tod.

Die vorliegende biographische Arbeit will allem voran anhand von Quellenmaterial ein umfassendes Bild dieses umstrittenen Schweizer Berufsoffiziers zeichnen. Indem sie versucht, Oberst Gustav Däniker aus seiner Zeit heraus zu verstehen und ihn in einen historischen Kontext einbindet, leistet die Arbeit einen Beitrag zur Schweizer Militärgeschichte der Neuzeit schlechthin.

 

kartoniert - broschiert | 446 S. | 1997

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