Dämme gegen die braune Flut - Die Schweizerpresse und der Aufstieg des Dritten Reiches 1933 - 1939


Dämme gegen die braune Flut - Die Schweizerpresse und der Aufstieg des Dritten Reiches 1933 - 1939

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Zum Buch:

'Wenn von »Schatten« über einer geschichtlichen Epoche die Rede ist, wäre auch die Suche nach dem entsprechenden »Licht« angebracht. Dies hat den Thesis Verlag veranlasst, die vorliegende Arbeit in einer - lediglich in der Einleitung und im Nachwort knapp ergänzten - unveränderten Neuauflage heraus­zubringen. Sie ist eine gegenwartsgeschichtliche »Bewältigung« besonderer Art. Diese Übersicht über die Haltung der deutschschweizerischen Presse gegenüber dem nationalsozialistischen »Dritten Reich« vermittelt, weil gründlich recher­chiert, glaubwürdige Antworten auf die Frage, wie hierzulande die bedrohliche Entwicklung in den Vorkriegsjahren wahrgenommen wurde und wie Presse, Öffentlichkeit und Behörden darauf reagiert haben. Die publizistische Dokumentation aus einer repräsentativen Auswahl von Zeitungen aller politischen Richtungen führt von der »Machtergreifung« Ende Januar 1933 durch die entscheidenden Phasen der vom Hitlerregime erzwunge­nen Absicherung seiner Macht über die Ausweitung seines Herrschaftsbereichs bis zu dem von ihm ausgelösten Zweiten Weltkrieg am l. September 1939. Den in sechs Kapiteln gruppierten Informationen und Kommentaren zu den kritischen Schnittpunkten des Geschehens schliesst sich ein siebter Abschnitt an: die entscheidende Auseinandersetzung um die Erhaltung der pressepolitischen Handlungsfreiheit für die Förderung der öffentlichen Meinungsbildung und die entschlossene Abwehr der aggressiven nationalsozialistischen Infiltration und Wühlarbeit. Die Darstellung lässt keinen Zweifel darüber offen, dass die schweizerische Öffentlichkeit frühzeitig und gründlich über das skrupellose Wesen der nationalsozialistischen Machthaber sowie über ihre finsteren, machtpolitischen Absichten orientiert wurde. Ebenso klar erkennbar wird die geschlossene Haltung der überwiegenden Mehrheit des Volkes.

 

Zum Autor:

Gerd H. Padel, 1921, von Zürich, promovierte nach Studien an den Universitäten Zürich, Bern und Ann Arbor, Michigan, mit einer zeitgenössischen Dissertation über »Die deutschschweizerische politische Presse und der Aufstieg des Dritten Reiches 1933-1939«. Nach mehrjähriger journalistischer Tätigkeit in der Schweiz und den USA wurde er 1952 Generalsekretär des Internationalen Presse Instituts in Zürich. Von 1956 an war er während 22 Jahren in leitender Stellung bei der Schweizerischen Radio- und Fern­sehgesellschaft (SRG) tätig, u.a. als Direktor von Schweizer Radio International, Bern, Radio DRS und zuletzt als Radio- und Fernsehdirektor DRS. Von 1978 bis 1983 war er Chefredaktor der »Basler Zeitung« und arbeitet seither als freier Publizist und Berater.

 

kartoniert - broschiert | 155 S. | 1998

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