Uri - eine verlorene Welt?

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Jeder Mensch hat das Bedürfnis, über seine Wurzeln nachzudenken. Da, wo diese Wurzeln so fern im Nebel der Vergangenheit versunken liegen, dass es keinerlei Dokumente gibt, die etwas belegen oder ausschliessen könnten, kommt die Fantasie ins Spiel. Zahlreich waren die Versuche, die Urner Sagenwelt bildlich darzustellen, mit Bleistift, Pinsel oder als Holzschnitt. Durch meine Kindheitserinnerungen und durch die Erzählungen meiner Urner Mutter habe ich immer eine starke Beziehung zu den Urner Sagen gehabt und versucht, eine neue, moderne Art der bildhaften Gestaltung zu finden, in einer zum Teil von mir selber weiterentwickelten Farbspray-Technik.

Es gibt einige Schriften zu den Urner Sagen und Sagengestalten. Mit dieser Schrift hat Hans Jörg Leu aber eine einmalige Zusammenstellung gemacht, die lesenswert ist. Man wird mit der ganzen «Unterwelt» Uris vertraut, ohne dabei in Angst zu geraten.

Man dringt bei der Lektüre in Uris ehemalige Sagenwelt ein, ohne dabei den Glauben an das Gute zu verlieren. Die eindrücklichen Illustrationen machen dabei die Lektüre zum Erlebnis. «Uri – eine verlorenen Welt?» Diese Frage, die der Autor im Titel des Werkes stellt, kann entschieden verneint werden.

Uris magische Welt, wie sie der Autor schildert, begegnet dem aufmerksamen Besucher Uris auf Weg und Steg. Sie macht darum die Lektüre dieser Schrift so sinn- und wertvoll, und es gibt wohl keine «Götterdämmerung» der Urner Sagenwelt.

 

Kurt Zurfluh

 

Zum Autor:

Hans Jörg Leu, geboren 1926, lebt in Baden und Novaggio. Buchveröffentlichungen: Stunden aus Blei und Asche, Zürich 2006 Büchsenlicht, Muri/Bern 2002 Der Feuerspeier, Novaggio 1998 Dort, wo der Berg brennt, Novaggio 1997, Schattenwanderung,2010, Fallwind, 2012, Glut und Lohe, 2014

 

Softcover | 68 S. | 2020

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